| Nach
unserer ersten kleinen Irrfahrt (Umleitung in Eisenach, Abzweig auf die
B88 in Ruhla-Thal verpaßt) waren wir trotzdem recht früh an unserem
ersten Zielpunkt und stellten uns, mit Achims erster Verpflegung,
Supportschild, Schellenring, Kuhglocke, Fotoapparat und richtig guter
Laune bewaffnet, strategisch günstig kurz vor dem Verpflegungszelt an den
Wegrand. "ca. 1:40 h" war die Vorgabe auf meinem Support-Plan
und Achim kam fast auf die Sekunde genau um die Ecke. Flasche auswechseln,
Foto machen, ein aufmunternder Klaps - und schon lief er weiter. Da als
zweiter Punkt erst km 40 anstand, hatten wir ausreichend Zeit, alle
anderen p98er abzuwarten, die hier schon einen Rückstand von bis zu 35
min auf Achim hatten. Auch hier konnte ich wieder beobachten: die Stimmung
war unter den Läufern viel entspannter als das, was ich sonst so kenne -
die Ersten liefen zwar "ganz normal" einfach ihr Ding, ohne nach
rechts und links zu blicken, aber je weiter man nach hinten guckte, desto
relaxter ging es zu - die Leute scherzten mit uns, einer blieb sogar
stehen, um uns mit unser ganzen Ausrüstung zu fotografieren (btw: wenn DU
das liest, mail mir doch bitte das Foto zu - danke!!!), eine ganze
Läufergruppe machte für uns die Welle, wir hörten "haltet durch
Mädels" und andere Nettig- und Witzigkeiten. So macht auch der
Support so RICHTIG Spaß - Begeisterung ist ansteckend! Ich habe übrigens
auf meiner ganzen Reise entlang der Strecke niemanden gesehen, der
ebenfalls mit irgendwelchen Krachinstrumenten ausgestattet gewesen wäre -
bei km 54,7 meinte eine Zuschauerin noch sowas wie "Daß das bei
einem Stadtmarathon üblich ist, weiß ich - aber hier? Keine schlechte
Idee".
Nachdem unsere Schützlinge alle durch
waren, setzten wir uns wieder in die Autos und fuhren den Weg aus dem Tal
komplett zurück, um über die B88 weiter bis zur Abzweigung Richtung
Tambach-Dietharz zu fahren. Von dort führte uns eine recht hubbelige und
kurvenreiche Straße zu km 40 - dem Nesselberg. |